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Nichts ist unmöglich.
Außer mir.
Journal 
17-03-2007 21:32 - GO: Die verbotene Frucht
mandelbrot
Titel: Die verbotene Frucht
Autor(en):[info]impossibilis
Fandom: Good Omens/Ein gutes Omen
Zusammenfassung: Crowley, Eva und der Baum der Erkenntnis
Feedback: Erwünscht
Disclaimer: Weder Charaktere noch Schauplatz gehören mir.

Die Verbotene Frucht )
07-03-2007 20:35 - Neues vom Ende der Welt
mandelbrot
Die Apokalypse des Murphyversums wird wahrscheinlich doch durch eine Seuche verursacht, nur eben nicht durch die Vogelgrippe.
Ich habe gestern noch ein bisschen recherchiert und denke momentan über einen biologischen Kampfstoff oder eine Ebola-Mutation nach.

Informationen des Robert-Koch-Instituts zum Thema:
Ebola- und Marburgviren bilden zusammen die Familie der Filoviren und gehören zu den Erregern viraler hämorrhagischer Fieber. Marburgviren kommen in Zentralafrika vor, Ebolaviren im Sudan, Kongo, in Gabun, der Elfenbeinküste und Uganda. Sie führen beim Menschen zu schweren fieberhaften Krankheitsverläufen mit Blutungen. In den bisher untersuchten Ausbrüchen lag die Sterblichkeit zwischen 30 und 90 Prozent. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Kontakt mit erregerhaltigem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten.

Hier ist medizin.de zur Übertragung von Ebola:
Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch engen Kontakt mit Infizierten und insbesondere deren Ausscheidungsprodukten. Letzteres ist insbesondere bei der nosokomialen* Übertragung von Bedeutung. Als weitere Übertragungsmodi kommen Sexualverkehr und aerogene sowie neonatale Transmissionen in Frage. Dies ist jedoch epidemiologisch von untergeordneter Rolle. Wegen der nur geringen Bedeutung der aerogenen Übertragung lassen sich Epidemien durch gezielte Maßnahmen daher relativ leicht eindämmen.

Also brauche ich eine Mutation, entweder natürlich, oder künstlich erzeugt. Was bestimmt eigentlich die Bedeutung der aerogenen Übertragung? Wie leicht die Bakterien an der Luft überleben? In welchen Mengen man sie über Atmen/Husten/Niesen ausstösst? Größe und Oberflächenstruktur? Könnte man hierfür gezielt Gene von anderen Viren einschleusen? “Man” ist in diesem Fall “eine Expertengruppe für biologische Kampfstoffe ca. 2020”. Also, entweder weiterrecherchieren oder handwedeln.

Das passt besser zum Geschichtenkonzept als der Kometeneinschlag. Kometen sind langweilig, es ist viel interessanter, wenn die Menschheit sich selbst umbringt.

Ich schätze, die Geschichte wird ca. 2k lang, aber ich dachte auch mal, das wird ein Double-Drabble.

Und das Grönlandeis kann ich immer noch in der nächsten Murphyversum-Geschichte abschmelzen, wenn ich mag. Da brauche ich nicht unbedingt einen Kometen zu.

* Krankenhausinfektion. Wusste ich bis gestern auch nicht.
mandelbrot
Ich will die Welt untergehen lassen. Zumindest fiktional.

Das heißt, eigentlich will ich post-akolyptische Geschichten schreiben. Ich liebe derartige Geschichten. Aber dafür brauche ich natürlich erst mal eine Apokalypse, was ich weniger interessant finde. Über die muss ich nicht unbedingt schreiben, aber ich muss wissen, was passiert ist. Und dann kann ich auch gleich darüber schreiben, zumal ich eine Idee für einen eher ungewöhnlichen Blickwinkel auf die Ereignisse hatte.

Das erste Szenario: Eine Seuche. Genau genommen, die Vogelgrippe, weil mir da die Panik vom letzten Jahr noch einigermaßen frisch im Kopf war. Aber meine vorläufige Recherche vorgestern hat ergeben, dass selbst eine Pandemie wahrscheinlich nicht ausreicht für den Weltuntergang. Ich müsste die Übertragungsraten und die Sterberaten wesentlicher höher annehmen, als die bisherigen Worst-Case-Hochrechnungen[2], und irgendwann wird das dann albern (wobei: Wie viele Leute müssen eigentlich auf einmal sterben, damit unsere Zivilisation zusammenbricht? Ich bin jetzt mal von >50% ausgegangen, was wahrscheinlich zu hoch gegriffen ist.).
Ist irgendwo natürlich beruhigend, aber für Schreibzwecke halt doof *g*
Andererseits bin ich an so etwas auch langsam gewöhnt - wenn ich eine Idee für eine SF-Geschichte habe, passiert mir das praktisch jedesmal[3]. Das erklärt natürlich auch, warum ich hauptsächlich Fantasy schreibe.

Aber: Es muss ja nicht unbedingt eine Seuche sein. Ich denke gerade über Meteoriten- oder Kometeneinschläge nach. Das ist zwar ein bisschen die Holzhammermethode, aber deshalb auch sehr effektiv, wenn der einschlagende Körper groß genug ist. Und bei der Recherche habe ich das hier entdeckt:
http://www.lpl.arizona.edu/impacteffects/
Man kann Größe des einschlagenden Körpers, Dichte, eigene Entfernung sowie diverse andere Parameter einstellen, und dann gibt das Programm einem einen Überblick über die Folgen. Es gibt auch einen wissenschaftlichen Artikel, der ihre Annahmen erklärt. Nicht, dass ich dessen Qualität beurteilen könnte, und gelesen habe ich ihn auch noch nicht. Das Ganze ist aber Teil der Seite des “Lunar & Planetary Lab” der University of Arizona, scheint also einigermaßen seriös.

Ich bin noch nicht sicher, ob ich wirklich einen derartigen Einschlag verwende - das ist ja nicht gerade eine neue Idee - aber das Programm ist cool.
Und wenn der Komet in Grönland einschlägt, wo das Festlandeis laut “An Inconvenient Truth” eh schon nicht mehr so wahnsinnig stabil ist, und da dann enorme Erdbeben (und Feuerbälle! und Luftdruckwellen, die Häuser umhauen können!) auslöst, dann ist von dem Eispanzer hinterher wahrscheinlich nicht mehr so viel übrig. Und dann steigt der Meeresspiegel um mehrere Meter, und ob der Golfstrom soviel Süßwasser auf einmal aushält? Von dem ganzen Dreck in der Atmosphäre und der Klimaveränderung, die allein das verursacht, ganz zu schweigen. Und die Welt, wie wir sie kennen, ist durch Feuer und Eis untergegangen.
Aber da ist noch mehr Recherche notwendig, bevor ich mich entscheide. Ich muss schließlich aufpassen, dass ich nicht die ganze Menschheit ausrotte. Falls ich das Szenario tatsächlich verwende, nenne ich diese Zukunftsversion Murphyversum, weil viel mehr kann ja nicht mehr schiefgehen, oder?

[1] Robert Frost, Fire and Ice. Weil ich das Gedicht mag.
[2] Nicht, dass Ansteckungsraten von bis zu 30-40% (Worst-Case-Annahmen!) nicht immer noch übel wären. Nur nicht so übel, wie für diese Geschichte gewollt.
[3] SF muss nicht immer Hard SF sein, aber wenn die Geschichte auf einer bestimmten Voraussetzung beruht, dann sollte man IMO nicht durch 10 Minuten Internetrecherche die Unmöglichkeit dieser Voraussetzung feststellen können. Außer man schreibt etwas, das klar Science Fantasy oder Space Opera ist[4], aber das ist bei dieser Geschichte nicht der Fall. Ausnahme: Die unmögliche Voraussetzung ist so etwas wie der Überlichtantrieb, was einfach Tradition hat.
[4]Wenn du erst mal Vampire auf deiner Raumstation hast[5], dann erwartet hoffentlich niemand mehr ernsthaft wissenschaftlichen Realismus. Schaden tut der aber auch dann nicht unbedingt.
[5] Um mal ein Beispiel aus meiner momentanen Ideenliste zu bringen. Ich meine, für Vampire sind Raumstationen doch der ideale Wohnort, oder? Kein Sonnenlicht, jedenfalls nicht bei den meisten üblichen Modellen.
mandelbrot
Titel: Die Töchter der Zauberin
Autor(en): [info]impossibilis
Prompt: #64 Verwandlung
Anmerkungen: Ein Märchen. Ich habe auch versucht, den Stil eher “märchenhaft” zu gestalten, als das normalerweise bei mir der Fall ist. Ich hoffe, es ist mir gelungen!

Die Töchter der Zauberin

Das ist eigentlich nicht die Geschichte, die ich als Erstes bei [info]100_originale posten wollte, aber die andere widersetzt sich irgendwie der Überarbeitung.
19-02-2007 20:21 - China Miéville, The Scar
mandelbrot
"The Scar", die ausgesprochen unabhängige Fortsetzung von "Perdido Street Station", spielt hauptsächlich auf See. Bellis Coldwine, die Protagonistin, muss aus New Crobuzon fliehen, und begibt sich auf eine Schiffsreise. Ebenfalls an Bord sind der Strafgefangene Tanner Sack und der Schiffsjunge Shekel. Unterwegs sehen wir unter anderem eine teilweise unter Wasser liegende Stadt (leider sehen wir von dieser Stadt gerade genug, um in mir den Wunsch nach mehr zu wecken *g*).
Dann bringen Piraten das Schiff auf, und die Mannschaft (abgesehen von den höchstrangigen Offiziern), Passagiere und die Strafgefangenen an Bord werden in die Piratenstadt Armada gebracht, die vollständig aus aneinandergeketteten Schiffen besteht (von diesem Schauplatz sehen wir dann allerdings sehr viel, und er ist genauso faszinierend wie die Unterwasserstadt). Und das ist gerade Mal der Anfang!
Allerdings ist das Buch stellenweise eher düster. Die Strafgefangen sind hauptsächlich sog. Remade - Menschen, die wegen irgendwelcher Verbrechen magisch und technologisch verändert wurden und zur Zwangsarbeit in die Kolonien gebracht werden. Wer "Perdido Street Station" gelesen hat, weiß, dass New Crobuzon alles andere als eine Utopie ist, und Armada ist nicht sehr viel besser, wenn überhaupt.
Miéville schreckt auch nicht davor zurück, Dinge zu beschreiben, die ausgesprochen eklig sind und scheint das Groteske geradezu zu lieben.
Allerdings bin ich von der Welt Bas-Lag einfach fasziniert - die vielen nicht-menschlichen Arten, die fremdartig anmutenden Kulturen, die stets erstaunlichen Schauplätze, und natürlich die Kombination aus Magie und Technik.
Ich kann gar nicht mehr verstehen, warum ich zwischen diesem Buch und "Perdido Street Station" anderthalb Jahre gewartet habe - das habe ich damals nämlich auch sehr gerne gelesen.
In diesem Buch gibt es Magie (leider zu wenig), Rätsel, Luftschiffe, Intrigen, Dampfmaschinen, Vampire, U-Boote, Löcher zwischen den Dimensionen und noch vieles mehr.
Absolut empfehlenswert für alle, die Fantasy lieben, aber von Ritter-Epen die Schnauze voll haben!
mandelbrot
Ich habe vor anderthalb Wochen mein Praktikum in Karlsruhe angefangen, und das bedeutet unter anderem, dass ich einige Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln dort verbringe.
Ein Teil der Haltestellennamen gefällt mir sehr gut:
Elfmorgenbruch, An der Tagweide, An der Fayence, Turmbergbad, Am Heegwald, Kilisfeld, Ochsentorstraße...

Leider heisst es auch, dass ich abends unheimlich müde bin, aber ich hoffe, dass ich mich an die 40h-Woche gewöhne. Ich muss mich an die 40h-Woche gewöhnen, oder ich habe spätestens nach meinem Diplom (dieses Jahr noch!) ein echtes Problem...
Wenigstens habe ich im Zug und in den Bussen viel Zeit zu lesen, auch echte Bücher, nicht nur Text am Rechner.
mandelbrot
Die erste Geschichte, die ich für [info]100_originale schreibe, handelt von einer Drachin, die zwangsweise Teil einer Drachenreitereinheit des Militärs ihrer Heimat ist und fliehen will.
Anfangs dachte ich, die eigentliche Hauptfigur wäre nicht Tuamet, die Drachin, sondern ihre menschliche Fluchthelferin, die ebenfalls weg will, und habe der meistens den POV gegeben. In meiner zweiten Version ist das Augenmerk allerdings auf Tuamet, und wie es im Moment aussieht, hat sie durchgehend POV. Dadurch, dass es jetzt Tuamets Geschichte ist, beginnt sie auch früher und interessanter. Mit Handlung statt Rumstehen.
Jedenfalls habe ich noch mal von vorne angefangen, die Änderungen waren zu groß, um erstmal fertigzuschreiben und dann zu überarbeiten. Zum Glück ist es eine ziemlich kurze Geschichte, wie so ziemlich alles, was ich schreibe.
Dass es eigentlich Tuamets Geschichte ist, habe ich daran erkannt, dass ich beim Planen der Überarbeitung immer wieder dachte: "Also, diese Szene wäre in Tuamets POV besser. Und die da auch. Und die, die jetzt noch fehlt, sowieso." *g*
Eigentlich hätte mir das auch klar sein können, denn die ursprüngliche Idee war das Bild einer Gruppe von Drachen, die am Himmel tanzten. Menschen kamen da nicht vor.
15-01-2007 18:32 - 100 Originale
mandelbrot
Hier ist meine Tabelle für [info]100_originale:
Tabelle )
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